TG hat noch Fragen…

Unser OV-Mitglied Torsten Gostschegk macht sich regelmäßig Gedanken über Dinge, die ihm im Alltag, den Medien oder privat begegnen. Ab sofort werden wir diese in unregelmäßigen Abständen auf unserer Seite abbilden.
Selbstverständlich wiederspiegeln die Beiträge seine Sichtweise und erheben keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit

God bless you, holy Greta

Ich wollte es wirklich nicht. Ich habe mich über Wochen zurückgehalten, aber da man von allen (und wirklich allen) Seiten mit Berichten und Bildern dieser Dame zugeschüttet wird, erliege ich der Versuchung, und äußere mich jetzt auch. Kann man auf Greta Thunberg wirklich mit Hass reagieren? Darf man das? Ich denke, nein, sie ist der absolut falsche Empfänger für Negativäußerungen. Vielmehr müsste man sich fragen, wer so perfide ist, eine offensichtlich psychisch schwer angeschlagene junge Frau permanent vor die Kameras dieser Welt zu stellen. Wenn man sich das Video ihres Auftrittes vor der UNO anschaut, muss man sich fragen, ob ihre Eltern hier nicht schon den Straftatbestand der Kindeswohlgefährdung begehen. Greta Thunberg leidet wirklich. Aber anstatt ihr die doch sehr diffusen Ängste wenigstens etwas zu nehmen, wird sie in der Annahme bestätigt, bestimmt bald zu sterben. So könnte man den Wein-, und Wutanfall durchaus deuten. Und man muss sich über eines klar werden. Sie wird der Welt als junges Mädchen vorgestellt, welches sich Gedanken um die Zukunft (Aller) macht. Ich kenne die Definitionen von „Mädchen“ nicht, aber sie ist mittlerweile 16 Jahre alt. Da spricht man schon von Jugendlicher (neudeutsch Teenager). Bekommt man nun vor den Augen der Welt solch einen, fast schon hysterischen, Anfall, ist man entweder ein schlechter Schauspieler, oder psychisch krank. Sollte ersteres der Fall sein, OK. Nehmen wir den zweiten Fall als gegeben an, dann ist es die verdammte Pflicht der Eltern, für eine ärztlich/therapeutische Behandlung zu sorgen, und sie nicht durch die Welt zu kutschieren.

Derzeit wird Greta mit gefühlt jedem möglichen Preis beworfen. Jetzt bekommt sie sogar den alternativen Nobelpreis. Was kommt noch? Was könnte man ihr noch verleihen, damit man sich etwas in ihrem vermeintlichen Glanz sonnen kann? Den Friedensnobelpreis? Die Lebensrettungsmedaille am güldenen Band? Das Bundesverdienstkreuz wäre auch noch zu haben (gegebenenfalls würde sicher auch eine Ausnahme gemacht, da man diese Auszeichnung eigentlich erst ab dem 40. Lebensjahr erhält … aber wahrscheinlich ist die Welt zu diesem Zeitpunkt ja schon untergegangen, und deshalb bekommt sie sie früher). Erst kürzlich las ich irgendwo, sie wäre zum Tor des Monats nominiert. Würde das gehen, würde sie mit Sicherheit auch diesen Preis gewinnen. Egal, Hauptsache Preisverleihung.  Mir würde noch der Innungspreis der Pappplakathersteller einfallen. (wenn auch nur, um endlich einmal das Wort Pappplakat zu nutzen)

Aber im Ernst. Was passiert, wenn der ganze Hype um sie vorbei ist? In welch tiefes Loch wird sie fallen, wenn sich nicht mehr die ganze Welt um sie dreht? Wenn sie merkt, dass sich nichts geändert hat, und sie keine Preise mehr bekommt? Derzeit fehlt ja wirklich nur noch die Heiligsprechung. Aber dann? Dass sie jetzt schon nicht damit umgehen kann, wenn man sie nicht in den Mittelpunkt stellt, kann man zumindest in den Gesichtsausdruck hineininterpretieren, als Donald Trump an ihr vorbeilief, und sie nicht beachtete. Im eigentlichen Weltbild der jungen Frau muss sie es sein, die ihn nicht beachtet. Das passte nicht ins Bild. Irgendwann wird es aber öfter passieren, dass sie nicht mehr die Relevanz hat, die ihr von Beratern über die Medien, bis hin zu Regierungschefs zugesprochen wird. Sie alle sind es, die eigentlich die negativen Kommentare bekommen müssten. Nicht Greta Thunberg. Sie ist das Opfer. Nicht in dem apokalyptischen Ausmaß, wie man nach dem UNO-Auftritt denken könnte, aber ein Opfer ist sie trotzdem.

Mit Sicherheit wird mir jetzt vorgeworfen, neidisch zu sein, weil sie so viel erreicht hat, und ich nicht. Habe ich schon mit Staatsoberhäuptern posiert und mich vom Papst streicheln lassen? Nein. Bin ich neidisch? Klar. Wer wäre nicht gern als Jugendlicher in alle möglichen Länder gereist, und hätte interessante Menschen kennengelernt? Und das alles für lau. Aber wo genau ist jetzt die Leistung von ihr? Es ist vielmehr das Organisationstalent Anderer, sie dorthin zu schaffen, wo die meisten Kameras stehen.

Ich wünsche ihr wirklich, dass sie diesen ganzen Trubel um ihre Person möglichst schadlos übersteht. Dass sie sich irgendwann zurücklehnen kann, merkt, dass sich der Planet doch noch dreht, auch wenn sie nicht mehr jugendlich ist, und sich an die vielen Reisen mit Wohlwollen erinnert. Im Augenblick sieht es allerdings eher danach aus, dass sich die Generationen (zumindest vor den Kameras und den Zeitungen der Welt) feindlich gegenüberstehen. Es gibt auch hier keine Grautöne mehr. Nur Schwarz oder Weiß. Die absolute Greta-Verehrung oder der absolute Greta-Hass. Der Name polarisiert mittlerweile sosehr, dass es vollkommen reicht, in einem Facebookpost lediglich #Greta zu schreiben, und man kann sich sicher sein, dass sich die User zerfleischen. Dies hat gerade erst Oliver Kalkofe auf seinem Account allen vor Augen geführt. Und ganz ehrlich, dass kann nicht gesund sein.

Wir haben nicht nur  mit einer Klimaveränderung zu kämpfen. Das Klima in der Gesellschaft, das Umgehen miteinander steht kurz vor der Explosion. Dem sollten wir entgegenwirken, denn wenn das so weitergeht, wie derzeit, implodiert das Staatsgefüge, schneller als der letzte Eisbär von der Scholle rutscht, find ich.

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