Jan-Christoph Oetjen in Groß Schwülper

Am 03.04.2019 sprach Jan-Christoph Oetjen, der FDP-Spitzenkandidat der FDP Niedersachsen, auf Einladung unseres Ortsverbandes in Groß Schwülper zur Europawahl im Mai und dem Brexit, sowie dessen möglichen Auswirkungen auf die Region.

Neben einem Rückblick auf die Geschehnisse seit dem Referendum der Briten bis heute, erläuterte er in sympathischer und bodenständiger Weise die möglichen Nachteile sowohl für die Briten als auch die EU-Länder hinsichtlich der unterschiedlichen Durchführungsweisen – ob Deal oder No-Deal bis hin zum Austrittsparagrafen Artikel 50.

Jan-Christoph Oetjen: „Als Politiker, Europäer und Familienvater sehe ich all diese Entwicklungen mit großen Sorgen. Es erschreckt mich, wie vergleichsweise einfach es Populisten gelingen kann, ganze Nationen und auch nationalstaatliche Gefüge in Krisen zu stürzen. Bekommen die Populisten am rechten Rand mehr Zulauf und damit mehr Möglichkeiten, ihre Vorstellungen eines sich auf die Nationalstaaten zurückziehenden Europas durchzusetzen? Oder wird Europa zu einem Kontinent der Verbote, der Bevormundungen, wie es sich Grüne und Linke vorstellen? Doch bei aller Kritik müssen wir auch vor der eigenen Haustür kehren. Denn erst die offensichtlichen Schwächen und Mängel der EU haben den Boden für diesen Populismus bereitet. Wir können Wählerinnen und Wähler, die nicht zur Wahl gehen, weil sie frustriert sind, nur mit klaren Antworten zurückgewinnen“. Davon ist Oetjen, der seit 2013 als Abgeordneter im Niedersächsischen Landtag arbeitet, fest überzeugt. Er will seine Erfahrung aus kommunal- und landespolitischer Arbeit in Europa nutzen.

Darüber hinaus gab Oetjen interessante Informationen zu Abläufen in der EU und Verbesserungsmöglichkeiten, der ALDE-Fraktion, erweiterten Möglichkeiten der Bildung junger Menschen in ERASMUS-Programmen, Terror- und Verbrechensbekämpfung und stellte sich den Fragen des interessierten Publikums.

Jan-Christoph Oetjen: „Wir brauchen ein Europa mit weniger Bürokratie, einer verkleinerten Kommission sowie einfache Mehrheiten für politische Entscheidungen um handlungsfähiger zu werden. Wir können gemeinsam mit den Liberalen der Länder Europa voranbringen. Europa muss wieder zu einem Kontinent der Chancen werden. Ein Europa, in dem die Bürger sich stärker einbringen können.